Mitteilung des Bistums Fulda
Am Rande des Hessentages ist es am Donnerstag zu einem persönlichen Austauschtreffen zwischen dem Synodalpräsidium der Evangelischen Landeskirche Kurhessen-Waldeck (EKKW) und dem Katholikenrat des Bistums Fulda gekommen.
Im Bischöflichen Generalvikariat in Fulda trafen sich Vertreterinnen und Vertreter beider Kirchen, um über zentrale Herausforderungen des kirchlichen Lebens und gemeinsame ökumenische Perspektiven zu sprechen.
Hochrangige Delegation beider Kirchen
Auf evangelischer Seite nahmen Präses Dr. Michael Schneider und Dr. Isabel Schneider-Wölfinger vom Präsidium der EKKW-Synode teil.
Der Katholikenrat des Bistums Fulda war durch die Vorsitzende Stefanie Klee sowie durch Dr. Norbert Zander, Bettina Faber-Ruffing, Roland Schippany und Matthias Raschendorfer von der Projektgruppe Ökumene vertreten. Für das Bistum Fulda begrüßte Domkapitular Thomas Renze die Gäste aus der EKKW herzlich.
Drei Themen im Mittelpunkt des Gesprächs
Das Treffen widmete sich drei aktuellen Themenfeldern, die beide Konfessionen gleichermaßen bewegen:
Ökumene vor Ort: Beide Seiten tauschten sich über gute Beispiele gelebter Ökumene aus und fragten, wie christliche Grundwerte gemeinsam stärker sichtbar gemacht werden können.
Umgang mit nicht mehr benötigten Sakralbauten: Angesichts demografischer Veränderungen stehen beide Kirchen vor der Frage, wie Kirchengebäude, die nicht mehr für den Gottesdienst genutzt werden, einer sinnvollen Anschlussnutzung zugeführt werden können – möglichst in ökumenischer Zusammenarbeit.
Klimagerechtigkeit: Kirchengemeinden tragen Verantwortung für die Schöpfung. Diskutiert wurden Ansätze aus dem integrierten Klimaschutzkonzept des Bistums Fulda sowie aus dem Klimaschutzgesetz der EKKW, um gemeinsame Handlungsmöglichkeiten auszuloten.
Neues Gesprächsformat ergänzt bestehende Kirchenleitungstreffen
Das Austauschtreffen ergänzt die bereits bestehenden regelmäßigen Kirchenleitungstreffen zwischen dem Bistum Fulda und der EKKW um ein weiteres, gremienbasiertes Gesprächsformat.
Grundlage bildet ein Kooperationsabkommen, das beide Kirchen bereits vor einiger Zeit geschlossen haben und das die enge Zusammenarbeit institutionell verankert.
Ausblick: Gemeinsame Veranstaltungen geplant
Als konkretes Ergebnis des Treffens sprach der Katholikenrat eine Einladung an das EKKW-Synodenpräsidium zu einer Informationsveranstaltung im August aus, die sich dem Thema Zukunft von Sakralbauten widmet.
Beide Seiten zeigten sich entschlossen, das neu begonnene Gesprächsformat fortzuführen und die ökumenische Zusammenarbeit auf institutioneller Ebene weiter zu vertiefen.


